Mittagsschlaf als Blutdrucksenker?


Ein Hoch aufs Nickerchen!
Mittagsschlaf als Blutdrucksenker?
Olha Povozniuk/Shutterstock.com

Mittagsschläfchen entspannen nicht nur kurzfristig: Regelmäßige Siestas senken bei Hochdruckkranken offenbar den tagsüber gemessenen systolischen Blutdruck.

Lebensstiländerungen für den Blutdruck

Abnehmen, Rauchverzicht, mehr Bewegung und weniger Alkohol können den Blutdruck von hochdruckkranken Menschen um einige mmHg senken und gehören deshalb zu den empfohlenen Lebensstiländerungen. Womöglich reiht sich auch bald der Mittagsschlaf in diesen Reigen blutdrucksenkender Maßnahmen ein — vorausgesetzt, die Ergebnisse einer griechischen Studie lassen sich in anderen Untersuchungen bestätigen.

Durchschnittlich niedrigere systolische Werte

In dieser Studie an 212 Hypertonikern konnten Manolis Kallistratos und Kollegen den segensreichen Effekt des Mittagsschlafs nachweisen. 57% der Studienteilnehmer hatten in dem halben Jahr zuvor mindestens drei Mal pro Woche einen Mittagsschlaf von durchschnittlich 49 Minuten gehalten. Der zahlte sich aus: Bei den Mittagsschläfern wurden sowohl in der 24-Stunden-Blutdruckmessung als auch bei den Messungen tagsüber signifikant niedrigere durchschnittliche Werte als bei den Nichtschläfern gemessen (128 vs. 133 mmHg und 129 vs. 135 mmHg). Dabei hatten weder die Anzahl der von Patienten eingenommenen Hochdruckmedikamente noch die Ergebnisse verschiedener, die Herz-Kreislauf-Situation widerspiegelnder Untersuchungen einen Einfluss auf den Effekt.

Schon wenige mmHg senken Infarktrisiko

Die blutdrucksenkende Auswirkung des Mittagsschlafs war mit den Effekten anderer Lebensstiländerungen wie Rauchverzicht und Abnehmen vergleichbar, berichten die Forscher. Auch wenn es dabei nur um wenige mmHg geht, können die schon entscheidend sein. Denn eine Reduktion des systolischen Blutdrucks um 2 mmHg senkt anderen Untersuchungen zufolge das Risiko Herzinfarkt und Schlaganfall um bis zu 10%.

Bloß nicht zu lange schlafen!

Doch nicht jeder Mittagsschlaf scheint gesund zu sein. Frühere Studien haben gezeigt, dass eine Schlafdauer über eine Stunde das Herz-Kreislauf-Risiko erhöht. Das könnte daran liegen, dass bei längerem Schlaf die REM-Phase erreicht und dadurch vegetatives Nervensystem und Herz-Kreislauf-System aktiviert werden. Den durch die regelmäßigen Siestas hervorgerufenen blutdrucksenkenden Effekt in der griechischen Studie führen die Forscher darauf zurück, dass die Teilnehmer dem Mittagsschlaf nur durchschnittlich 49 Minuten frönten.

Quelle: Ärztezeitung

News

Was darf man mit einer Knieprothese?
Was darf man mit einer Knieprothese?

Joggen, Radeln, Gartenarbeit

Immer mehr Menschen benötigen ein künstliches Kniegelenk. Viele Betroffene möchten nach der Operation weiter ein aktives Leben führen. Doch was ist mit einer Knieprothese erlaubt?   mehr

Eigene Brille für den Arbeitsplatz?
Eigene Brille für den Arbeitsplatz?

Brillentypen unter der Lupe

In den meisten Berufen ist die Arbeit am Bildschirm nicht mehr wegzudenken. Doch was viele Brillenträger nicht wissen: Die ständigen Blickwechsel von Tastatur zu Bildschirm belasten die Augen stark, wenn Fehlsichtigkeiten nicht optimal ausgeglichen werden. Mit speziellen Bildschirmbrillen lässt sich der Stress für die Augen reduzieren.   mehr

Stanzen stört die Erektion nicht
Stanzen stört die Erektion nicht

Prostatabiopsie mit Folgen?

Beim Verdacht auf einen Prostatakrebs steht die Probebiopsie an. Dabei ist nicht nur die Gewebeentnahme selbst unangenehm für den Patienten. Viele Männer fürchten auch, dass der Eingriff ihrer Erektionsfähigkeit schadet. Eine aktuelle Studie gibt jetzt Entwarnung.   mehr

Selbstverletzung digital
Selbstverletzung digital

Anzeichen ernst nehmen

Hinter dem „Ritzen“ oder anderen Formen von Selbstverletzung stecken in aller Regel ernste seelische Probleme. Das gilt auch für eine neue, vor allem unter Jugendlichen verbreitete Art der Selbstverletzung: die digitale Selbstverletzung.   mehr

Die Syphilis geht um
Die Syphilis geht um

Immer mehr Infektionen

Die Syphilis ist in Deutschland weiter auf dem Vormarsch. Mit 7889 Fällen wurde 2019 ein neuer Höchstwert erreicht, meldet das Robert Koch-Institut (RKI), und die Zahlen steigen seit 2010 kontinuierlich.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Kräuter-Apotheke
Inhaber Torsten Schütz
Telefon 040/7 31 33 01
Fax 040/7 32 90 14
E-Mail mail@kraeuter-apotheke-hamburg.de